Obwohl ich die Einführungsveranstaltung am 14. September leider verpasst habe, habe ich mir vorgenommen, meinen Blog als Leistungsnachweis in Berufspädagogik anzufangen. Die vorigen Beiträge wurden im Rahmen des von mir schon abgeschlossenen Moduls „IKT 2010 / 2011“ gepostet.
Dieser Blog wird meine Reflexionen und die Zusammenfassung der Literatur, aber auch meine Lernerfahrungen im Modul „Berufspädagogik 11 / 12“ beinhalten. Der heutige Beitrag soll das Bildungswesen in der Schweiz kurz und klar beleuchten.
In den ersten zwei Kapiteln des Buches „Berufsbildung in der Schweiz“ von Emil Wettstein und Phillip Gonon werden gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Rahmen sowie das Bildungswesen der Schweiz allgemein dargestellt. Die Zuständigkeit für die Bildung ist zwischen dem Bund, den Kantonen und den Gemeinden aufgeteilt, wobei die Hauptzuständigkeit bei den Kantonen liegt. [1]
Abbildung 1
Die obligatorische Schweizer Volksschule umfasst die Primarschule (ca. 6 Jahre) und die Sekundarschule I (ca. 3 Jahre), die nach dem Anspruchsniveau in verschiedene Typen eingeteilt ist. Auf der Sekundarstufe wird zwischen mindestens zwei unteschiedlichen Schultypen unterschieden, einem mit „Grundansprüchen“ und einem mit „erweiterten Ansprüchen[2]. Die „Realschule“ oder „Sekundarschule B“ gehört zum Schultyp mit Grundansprüchen, während dem Typus mit erweiterten Ansprüchen verschiedene Namen zugewiesen werden, wie z.B. „Sekundarschule“, „Sekundarschule A“, „Bezirkschule“, „progymnasiale Abteilung“, „Untergymnasium“, „section moderne“, „division superieure“, „division gymnasiale“.[3] Um in die Sekundarschule mit erweiterten Ansprüchen aufgenommen zu werden, müssen die Schülerinnen und Schüler überdurchschnittliche Leistungen in verschiedenen Fächern (insbesondere in der ersten Landessprache, in der zweiten Sprache und in Mathematik) erzielen. Ausserdem spielen solche Faktoren wie Geschlecht, Herkunft und soziale Schicht eine nicht unwesentliche Rolle. So kommt es oft sprachbedingt vor, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund den Schultyp mit Grundansprüchen besuchen.
Neben dem sog. geteilten Modell (siehe oben), das in den meisten Kantonen dominiert, wird auf der Sekundarstufe I auch nach anderen Modellen unterrichtet. Hier unterscheidet man:
Das kooperative Modell, welches auf Typen von Stammklassen bzw. auf Stammklassen mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen beruht. Die Lernenden werden entsprechend ihrem Leistungsniveau einer Stammklasse zugeteilt.
Das intergrierte Modell, welches auf die Führung von Schultypen verzichtet und die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Leistungsniveau in einer Klasse durchmischt.[4]
Die Sekundarstufe II gilt als die erste Phase der nachobligatorischen Schulzeit. Unterteilen lässt sich die Sekundarstufe II in allgemeinbildende und in berufsbildende Ausbildungsgänge. Allgemeinbildende Schulen sind gymnasiale Maturitätsschulen (Gymnasien) und Fachmittelschulen (FMS). Die berufliche Grundbildung kann in Lehrbetrieben mit ergänzendem Unterricht in den Berufsfachschulen und überbetrieblichen Kursen oder in einem schulischen Vollzeitangebot wie Lehrwerkstätten oder berufliche Vollzeitschulen absolviert werden. Die Tertiärstufe beinhaltet Hochschulen und die höhere Berufsbildung. Alle Bildungsmassnahmen, die nach dem Beginn des Arbeitslebens stattfinden, werden zur Weiterbildung (bzw. Quartärbereich) gezählt.[5]
Die folgende Abbildung zeigt das ganze Bildungswesen in der Schweiz vereinfacht, jedoch übersichtlich.
Abbildung 2: Bildungswesen in der Schweiz
In den nächsten Blogeinträgen wird die Berufsbildung ausführlich behandelt.
In diesem Beitrag bekommt der Leser eine Übersicht darüber, was ein Wiki ist und wie es im Fremdsprachenunterricht verwendet werden kann. Das Wort „Wiki“ stammt aus dem Hawaiianischen („wikiwiki“) und bedeutet „schnell“. Als Wiki wird eine Sammlung von miteinander verlinkten Webseiten bezeichnet, die von den Teilnehmern in Zusammenarbeit aktiv bearbeitet werden können. Man braucht keine HTML-Kenntnisse, um jederzeit und zu jedem Thema neue Seiten anzulegen und bestehende Seiten zu verändern und zu kommentieren. Das zurzeit weltgrößte Wiki ist die 2001 gegründete freie Enzyklopädie Wikipedia.
Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, was eine Wiki ist, schauen Sie sich bitte dieses Video an:
Hier finden Sie weitere detaillierte Informationen zur Entstehungsgeschichte von Wikis, ihrem Funktionsprinzip und möglichen Schwierigkeiten am Beispiel von Wikipedia.
Abbildung 2, Quelle: mlhoefer.wordpress.com
Ich möchte meinen Unterricht kreativ, produkt- und handlungsorientiert gestalten. Die beste Lösung dafür ist, ein Wiki mit meinen Schülerinnen und Schülern im Unterricht zu produzieren, da die Lernenden eigene Webseiten anlegen und diese auch jederzeit bearbeiten und verändern können. Auf diese Weise lernen sie, sich mit den Unterrichtseinheiten kritisch auseinanderzusetzen. Es gibt viele Vor- und Nachteile, Wikis im Unterricht zu verwenden.
Ein großer Vorteil der Wikis besteht darin, dass das Lernen zeitlich und räumlich flexibler wird. So kann auch die Idee des offenen Unterrichts verwirklicht werden, indem die Schülerinnen und Schüler nicht mehr stark auf die Präsenzveranstaltungen angewiesen sind und sich jederzeit und an verschiedenen Orten mit dem Unterrichtsstoff beschäftigen können. Dies fördert das selbstständige Denken und die Reflektionen der Schüler während des Lernprozesses. Das Verlinken von Wikis sorgt für die Vernetzung und Verankerung des fachübergreifenden Wissens.
Obwohl die Qualität der Inhalte auf Wikis in vielen Quellen in Frage gestellt wird, ist der weitere Vorteil, dass es eine Möglichkeit gibt, „gravierende Fehler zu korrigieren oder die Autoren des Beitrags darauf aufmerksam zu machen“ (Murbach, 2008: s. 43). Dadurch findet der Prozess der Dekonstruktion beim Lernen statt, d.h. die Alltagstheorien bzw. die Meinungen der Schüler und Schülerinnen werden kritisch hinterfragt und durch Konstruktion werden neue Meinungen und Inhalte bei Lernenden gebildet. Im Weiteren werden die Vor-und Nachteile der Wikis im Unterricht tabellarisch dargestellt.
Vorteile
Nachteile
Kreativität
Handlungsorientierung
Produktorientierung bzw. Konstruktivismus (am Schluss gibt es ein Produkt in Form von Wiki-Webseite)
Kritisch Auseinandersetzung mit den Inhalten
Zeit- und Raumunabhängiges Lernen
Förderung des offenen Unterrichts
Vernetzung von fachübergreifendem Wissen
Zeitaufwand
Frage der kompetenten Betreuung durch die Lehrperson
Schlechte bzw. fehlerhafte Inhalte der Wikis
Frage der Kontrolle, wenn der Leistungsnachweis in Form von Wiki geliefert wird.
Abbildung 3, Quelle: Google
Welche konkreten Möglichkeiten gibt es, Wikis im Fremdsprachenunterrichteinzusetzen? Schreiben ist eine sehr wichtige Fertigkeit im Fremdsprachenunterricht. Durch das Erstellen oder Kommentieren von Inhalten auf Wikis trainieren die Schülerinnen und Schüler ihre Schreibkompetenzen. Die Fehler können auch später korrigiert werden. Die eigene Recherche der Lernenden sowie das selbstständige Veröffentlichen von Wikis fördern Reflektionen, tragen aber auch zu den Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler bei. In Form von Wikis kann man gemeinsam verschiedene Projekte gestalten. Als Vorschlag für Deutsch als Fremdsprache wären folgende Themen auf dem Niveau B1 (Vgl. Themen aktuell 3): Freizeitbeschäftigungen der Schweizer sowie eigener Landesleute; populäre Berufe in der Schweiz und zu Hause; Zwischenmenschliche Beziehungen, Einkaufsgewohnheiten der Schweizer und eigener Landesleute und Umgang mit Geld, Reisen und Mobilität usw.
Auch das Goethe Institut bietet hier verschiedene Aufgaben in Form von Wikis für Deutsch als Fremdsprache an. Ein weiteres Beispiel der Umsetzung von Wikis im Unterricht liefert die Kantonsschule Aarau (die Schweiz). Wie das Thema „Barocklyrik“ im Deutschunterricht gestaltet werden kann, zeigt diese Homepage.
Wo und wie kann ich als Lehrperson ein Wiki für meinen eigenen Unterricht gestalten?
Es ist sehr einfach. Innerhalb von 2 Minuten ist auf dieser Homepage ein eigener Wiki Account eingerichtet. Folgendes PDF-Dokument bietet hilfreiche Tipps an.
Auf dieser Homepage bekommt man Informationen zum Erstellen von Wikis auf Englisch.
Im folgenden Video-Tutorial wird es Schritt für Schritt gezeigt, wie man eine eigene Wiki-Seite erstellt:
Zusammenfassend kann man die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten der Wikis im Unterricht im weiteren Mind-Map sehen.
Abbildung 4, Mindmap zum Wiki, Quelle: http://www.prowiki2.org/glarnerschulen/wiki.cgi?WasIstEinWiki
Da mich die Einsatzmöglichkeiten von verschiedenen praxisorientierten Web 2.0 Tools im Fremdsprachenunterricht und vor allem in Deutsch als Fremdsprache interessieren, möchte ich diese im Weiteren erläutern. Der Leser bekommt einen Überblick über folgende Social-Software-Anwendungen: Weblogs, Wikis, Social Tagging und RSS. Außerdem wird auf verschiedene Verwendungsmöglichkeiten von diesen Tools im Fremdsprachenunterricht (DaF) eingegangen. Als Dozentin einer Sprachschule finde ich die Idee des „offenen Unterrichts“ mit den Zeiten ohne Anwesenheitspflicht besonders reizvoll. Manchmal haben die Ausländer in einem fremden Land nur durch die Fremdsprachenschule Kontakt zur Außenwelt, an der sie Deutsch lernen. Deswegen ist es wichtig, die Interaktion zwischen den Lernenden mithilfe von dem handlungsorientierten, problemlösenden offenen Unterricht zu gestalten. Weitere Software-Anwendungen dienen dazu, die „Persönliche Lernumgebung“ oder „Personal Learning Environment“ / PLE des Lerners sowie die Interaktion zwischen den Lernenden zu schaffen.
Schaffert und Kalz unterscheiden vier Bereiche von Social Software (Vgl. 2, s. 3):
Kommunikation: dazu gehören Diskussions- und Kommunikationsanwendungen wie Weblogs und Microblogging-Applikationen.
Kollaborative Entwicklung: damit wird gemeinsame Erstellung von Texten und anderen Produkten z.B. in Wiki-Systemen gemeint.
Kollaborative Anreicherung von Inhalten, wie z. B. in Form von Social Bookmarking oder Social Tagging
Vernetzung: dazu gehören verschiedene Arten der Vernetzungen von Geschäftskontakten und Bekanntschaften, z.B. LinkedIn, Xing, studiVZ, aber auch Anwendungen, die helfen, Personen mit ähnlichen Interessen zu finden und zu kontaktieren.
Unter Weblog versteht Murbach „ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal.“ (1, s. 36) Der Name des Weblogs stammt aus der Zusammensetzung von Web und Log für Logbuch. Weblogs bieten die Möglichkeit, Inhalte in umgekehrt chronologischer Reihenfolge zu veröffentlichen – das heißt die neuesten Beiträge sind auf der Startseite des Blogs zu finden, ältere verschwinden in ein Archiv. Außerdem bestehen die Möglichkeiten, soziale Kompetenzen der Lernenden sowie den sozialen Austausch durch Blogs zu fördern. Die Blogautoren können andere Blogs kommentieren und auf Einträge anderer Teilnehmer mithilfe von Blogroll verweisen. (Vgl. 2, s. 3) Murbach unterscheidet zwischen Expertenblogs, Gruppenblogs, Hobbyblogs, Linksblogs und Familienblogs. Didaktisch kann man auch folgende Blogs unterscheiden:
Klassenblogs: Schulklassen können z.B. über verschiedene schulische Aktivitäten und Ereignisse bloggen, um die Eltern auf dem Laufenden zu halten.
Lehrerblogs: Lehrpersonen können mit ihren Kollegen und Kolleginnen z.B. die Methoden und Erfahrungen im Beruf austauschen.
Edublogs: Blogs rund um die Themen Lehren und Lernen, zu Bildung und Erziehung werden oft als Edublogs oder Bildungsblogs bezeichnet. (Vgl.hier)
Mehr zu den Weblogs im folgenden Youtube Video:
Als Wiki wird eine Sammlung von miteinander verlinkten Webseiten bezeichnet, die von den Teilnehmern in Zusammenarbeit aktiv bearbeitet werden können. Der Name wurde von dem hawaiianischen Wort wikiwiki („schnell“) abgeleitet. Das zurzeit weltgrößte Wiki ist die 2001 gegründete freie Enzyklopädie Wikipedia. Ein großer Vorteil der Wikis besteht darin, dass es eine Möglichkeit gibt, „gravierende Fehler zu korrigieren oder die Autoren des Beitrags darauf aufmerksam zu machen. Dadurch findet der Prozess der Dekonstruktion beim Lernen statt, d.h. die Alltagstheorien bzw. die Meinungen der Schüler und Schülerinnen werden zerstört und durch Konstruktion werden neue Meinungen und Inhalte bei Lernenden gebildet. In meinem nächsten Beitrag werde ich mich mit Wikis im Fremdsprachenunterricht auseinandersetzen.
Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, was eine Wiki ist, schauen Sie sich dieses Video an:
Der Unterschied zwischen Weblogs und Wikis besteht darin, dass die ersten sehr prozessorientiert (Meinungsbildung und Diskussion) sind, während Wikis eher ergebnisorientiert (gemeinsam erstelltes Produkt als Ergebnis) sind. Weblogs zeichnen sich durch eher kurze spontane Texte aus, während Wikis ausführliche und sorgfältig bearbeitete Texte mit literarischen Verweisen enthalten. (Vgl. 1, s. 43)
Schaffert und Kalz betonen, dass Social Tagging bzw. Social Bookmarking auch zur Social Software gehören. Social Tagging ist eine Anwendung, mithilfe deren man einzelne Webseiten, Fotos und andere Inhalte „taggen“ kann, d.h. mit Schlagwörtern markieren. Diese markierten Schlagwörter können von allen Nutzern gesehen werden und erleichtern die Recherche im Internet. Wie es bereits erwähnt wurde, befinden sich die bekanntesten Services von Social Bookmarking unter www.delicious.com und www.diigo.com. Verschiedene Links können hier auf einer Seite gesammelt und den anderen Teilnehmern angeboten werden. (Vgl. 2, s.3)
Auf dem folgenden Video sehen Sie, wie man Social Bookmarking bzw. Social Tagging einfach und sehr anschaulich auf Englisch erklärt:
RSS-(Feeds) steht für „Really Simple Syndication“ und bedeutet eine Technologie zum Abonnieren von verschiedenen Webseiten-Inhalten. Nachdem der RSS-Feed abonniert wurde, erscheint er im Feed-Reader, einem Dienst, mit dem man verschiedene Inhalte auf eine Seite (z.B. in IGoogle) sammeln kann.
Der Unterschied zwischen Social Bookmarking und RSS ist wie folgt: mithilfe von Social Bookmarking kann man einzelne URL-Links auf eine Seite sammeln und anderen zur Verfügung stellen, indem RSS die ganzen abonnierten Inhalte auf einer Seite darstellen. Diese Inhalte können nur von einer Person bzw. vom Abonnent gesehen werden.
Abbildung 2: "Anwendungsmöglichkeiten von Web 2.0 Tools"
Anwendung von Social Software im Fremdsprachenunterricht:
Weblogs: Das Weblog kann man an einer Fremdsprachenschule als Lerntagebuch anwenden. Die Lernenden können da ihre Erfahrungen, Eindrücke vom Unterricht, Fragen und Probleme austauschen. Weblogs bieten den Lernenden eine Möglichkeit, einander besser kennen zu lernen, den Kontakt zu pflegen und mögliche Probleme zusammen zu lösen. Außerdem kann die Lehrperson in Form von Blogs verschiedene schriftliche Hausaufgaben aufgeben, z.B. „Schreiben Sie einen Brief, eine Einladung an ihren Freund, einen Kommentar über… usw.“ Weil der Lernende seinen Blog selbst und interaktiv (mit Bildern, Fotos, Videos u.a.) gestalten kann, steigt seine Motivation zum Unterrichtsstoff.
Wikis: In Form von Wikis kann man gemeinsam verschiedene Projekte gestalten. Als Vorschlag wären folgende Themen auf dem Niveau B1 (Vgl. 3): Freizeitbeschäftigungen der Schweizer sowie eigener Landsleute; populäre Berufe in der Schweiz und zu Hause; Zwischenmenschliche Beziehungen, Einkaufsgewohnheiten der Schweizer und eigener Landsleute und Umgang mit Geld, Reisen und Mobilität usw.
RSS-Feeds: Lernende können die Einträge voneinander in Weblogs per RSS abonnieren. Dadurch werden die Interaktion sowie soziale Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen gefördert. Wenn Lernende fertig mit ihren Aufgaben sind, kann der Lehrer die Blogs auch abonnieren, um die Aufgaben zu überprüfen.
Social Tagging und Social Bookmarking: Weil ich auch im Sprachlabor tätig bin, muss ich die Lernende oft auf verschiedene Webseiten hinweisen, wo sie z.B. kurz vor der Sprachprüfung ihre Grammatik und andere Sprachkompetenzen üben können. Es wäre viel einfacher, wenn sie meine Links in Diigo zur Verfügung hätten.
Was ist Podcast? Welche Möglichkeiten gibt es, den Fremdsprachenunterricht mithilfe von Podcasts zu gestalten? Wo gibt es Anleitungen, wie man selbst einen Podcast kreiert?
Auf diese Fragen möchte ich in diesem Blogeintrag antworten. Podcast: wie oft hören wir dieses Wort im Bereich der Massenmedien? Das Wort wurde aus zwei Teilen iPod und Broadcast (ursprünglich im Radio) zusammengesetzt. Heutzutage bedeutet Podcasting „das Produzieren und Anbieten von abonnierbaren Mediendateien (Audio und Video) über das Internet. Ein einzelner Podcast (deutsch: ein Hörstück, genauer Hördatei oder Bewegtbilddatei) ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über RSS-Feeds automatisch bezogen werden können“[1]. (vgl. Wikipedia). Das sind also Audio-und Videodateien, die am Computer oder über MP3-Player wiedergegeben werden.
Abbildung 1: Podcasts (Quelle: www.post.ch)
Mehr Informationen zum Thema “Was ist ein Podcast” im folgenden Video:
Welche Möglichkeiten gibt es, Podcasts im Unterricht zu verwenden?
Abbildung 2: Podcasts im Unterricht (Quelle: Google)
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Podcasts im Unterricht zu nutzen. Entweder downloadet man Podcasts kostenlos aus dem Internet und verwendet sie als Materialquelle, oder man produziert die Podcasts selbst oder zusammen mit den SuS[2]. Die Podcast-Portale iTunes und podcast.de bieten aktuell über 63.000 kostenlose Podcasts in mehr als 15 Sprachen an, darunter findet man auch viele Materialien für den Fremdsprachenunterricht. (vgl. den Artikel von Sebastian J. Dorok auf www.lehrer-online.de)
Besonders im Fremdsprachenunterricht spielt die Methode des Podcastings eine große Rolle. Durch Podcasts kann man den SuS authentische Hörtexte sowie Aufgaben zum Hörverstehen anbieten. Dabei können die SuS die Aufgaben so oft hören wie sie wollen. So bestimmen sie ihr Lerntempo selbst und jeder Schüler bekommt eine Chance, Hörverstehen mit visueller Unterstützung zu üben, wenn es um Video-Podcasts geht. Eine andere Idee wäre, zusammen mit den SuS Podcasts zu unterschiedlichen Themen im Rahmen der Projektwoche zu produzieren. Wenn eine Schulklasse mit einer anderen Schulklasse (z. B. eine deutsche, die Englisch lernt, mit einer englischen, die deutsch lernt) verschiedene Podcasts austauscht, so könnte Networking auch weltweit entwickelt werden.
Ein weiteres Video zeigt, warum die Nutzung von Podcasts im Unterricht so wichtig ist.
Wie kann ich Podcasts selber erstellen?
Abbildung 3: Podcasts selbst erstellen (Quelle:Google)
An der pädagogischen Hochschule Thurgau wird ein berufsunterstützender Attestkurs „Podcast“ für Studierende und Lehrer angeboten, wo die Teilnehmer selbst einen Audio- und Videopodcast zu einem x-beliebigen Thema produzieren können. Weitere Anleitungen, wie man selbst einen Podcast produzieren kann, finden Sie hier. Die Schweizer Post bietet kostenlose Online-Kurse zum Erstellen eines Podcasts an.
Auf dem folgenden Video finden Sie Informationen auf Englisch, wie ein Audiopodcast produziert werden kann.
Um zu diesem Thema einen relevanten Beitrag zu leisten, soll zuerst der Begriff Personal Learning Environment definiert werden. PLE[1] kann als Konzept der individuellen Gestaltung der eigenen Lernumgebung verstanden werden. Wichtig ist es, dass der Lernende selbst und individuell diese Lernumgebung online gestaltet, um sein eigenes Wissen zu entwickeln und dieses mit anderen zu teilen. Dabei helfen ihm (Social-)Software oder Web-Services, die das zumeist informelle Lernen mit dem Computer unterstützen. (vgl. Wikipedia)
Abbildung 2: Motivation mit PLE (Quelle: Google)
Um sein Lernen aktiv zu gestalten und auszurichten, hat der Lernende eine breite Auswahl an verschiedenen Tools und Softwares. So kann er zum Beispiel Informationen mithilfe vonGoogle oder entsprechende Videos auf Youtube suchen und auf seiner privaten Homepage in IGoogle in Form von Social Bookmarks sammeln und strukturieren. Ein E-Portfolio wie Mahara kann auch zu diesem Zweck verwendet werden. Interessante Artikel kann er als RSS-Feeds auf seine Privatseite abonnieren und Nachrichten in Twitter austauschen. Außerdem kann der Lernende die Informationen analysieren und reflektieren, indem er einen Eintrag in seinen Blog oder diese mit seinen Kollegen und Freunden in Facebook, per Skype oder in einem Forum auf Moodle bespricht. Weitere Funktionen eines PLE finden Sie hier.
Im Unterschied zu LMS[2] wird die Lernumgebung für den Lerner nicht adoptiert. Lerninhalte werden selbst und/oder durch Zusammenarbeit entwickelt (Foren, Wikis, Blogs, Kommentare). Ein Beispiel zur Unterscheidung zwischen PLE und LMS sowie zur traditionellen Schule zeigt folgendes Video:
Wie kann ich als Lehrperson PLE benutzen?
Weil sich heutzutage die neue Generation der SuS[3] mit vielen Computer- und Internetaspekten gut auskennt, ist es auch für die Lehrperson sehr wichtig, über neue Medien auf dem Laufenden zu sein. Vor allem ist hervorzuheben, dass die Lehrperson ihren eigenen PLE erstellen soll. Dadurch haben wir als Lehrende viele Möglichkeiten: Einerseits können wir neue Methoden kennenlernen sowie Erfahrungen mit KollegInnen weltweit austauschen, andererseits können wir auf diese Weise unsere SuS unterstützen und ihnen bei Fragen behilflich sein.
Schon längere Zeit mache ich mir Gedanken darüber, wie ich verschiedene Web 2.0 Tools in meinem Unterricht (DaF) einsetzen kann. Neben den traditionellen Methoden würde ich gern ab und zu IKT-Elemente verwenden. Besonders für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht bieten Podcasts eine Reihe von unübersehbaren Vorteilen: man kann authentische Aufgaben zum Hörverstehen als Podcasts den SchülerInnen anbieten. Dabei können die SchülerInnen die Aufgaben so oft hören wie sie wollen. So bestimmen sie ihr Lerntempo selbst und jeder Schüler bekommt eine Chance, Hörverstehen mit visueller Unterstützung zu üben. In Form von Blogs kann die Lehrperson verschiedene schriftliche Hausaufgaben aufgeben, z.B. „Schreiben Sie einen Brief, eine Einladung an ihren Freund, ein Kommentar über… usw.“ Später kann der Lehrer die Blogs per RSS-Feeds abonnieren, um die Aufgabe zu überprüfen. Als Wikis kann man verschiedene Projekte gestalten. Im Fremdsprachenunterricht würde ich Wikis aber nicht als Leistungsnachweis betrachten, da es zum Trittbrettfahrerphänomen kommen kann, d.h. ohne eigene Leistung von dem Gruppenergebnis zu profitieren.
Eine Frage wäre, ob die LMS / PLE die traditionelle Schule ganz ersetzen können. Sind alle SuS bereit, nur mit neuen Medien zu lernen oder soll der Lernprozess doch von der Lehrperson gestaltet und gesteuert werden? Kann der Computer bzw. Internet die menschliche Kommunikation und den persönlichen Kontakt ersetzen? Mehr zu den Vor- und Nachteilen der LMS und PLE in diesem Video:
Der vorliegende Blog ist dem Thema „Didaktische Reduktion mithilfe von IKT-Elementen“ gewidmet. Auf dieses Thema bin ich im Rahmen einer Weiterbildung gekommen. Ich persönlich unterrichte seit 5 Jahren Deutsch als Fremdsprache und habe aus meiner eigenen Erfahrung die Schlussfolgerung gezogen, dass eine Lehrperson, egal welches Fach sie unterrichtet, eines Tages damit konfrontiert wird, wie man den SuS[i] alles Wichtige unter Zeitdruck beibringen kann.
Heutzutage gibt es in jedem Fach so viele Informationen, dass es fast unmöglich ist, alles zu wissen. In dieser Hinsicht spricht man oft davon, dass es für den Lehrer nötig ist, „Informationspolitik“ zu betreiben. Grundsätzlich sind Informationen heutzutage für alle überall und jederzeit abrufbar. Daraus resultiert, dass sich die Aufgaben einer Lehrperson auf folgende Punkte beschränken:
Die SuS bei der Auswahl der relevanten Informationen zu beraten und zu unterstützen
Die Verarbeitung der Informationen zu erläutern und zu strukturieren
Nicht zu viele Informationen nacheinander auf die SuS einzupauken[iii]
Es sei auch notwendig, selbstorganisiertes Lernen bei allen SuS zu fördern. Dies könnte man z.B. so organisieren, indem man seinen Unterricht mithilfe von verschiedenen IKT-Elementen gestaltet.
Natürlich stehen einer Lehrperson verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, damit sie ihren Unterricht trotz Zeitmangels für die SuS attraktiv gestalten kann. Dabei geht es z. B. um Methodenvielfalt und, was noch wichtiger ist, um den Methodenwechsel. Denn je mehr immer wieder dieselben Unterrichtsformen von dem Lehrer verwendet werden, desto mehr lässt die Konzentration der SuS nach und desto weniger Informationen können von den SuS aufgenommen werden. Daher wäre es für jeden Lehrer sinnvoll, vielfältige Methoden zu verwenden, wie z. B. Gruppenarbeit vs. Einzelarbeit, Rollenspiele, Projekte, Erstellung von Plakaten, Arbeit mit Kärtchen, problemorientierte Aufgaben usw. . Wegen meiner Fachrichtung fokussiere ich mich auf didaktische Verfahrensweisen im Fremdsprachenunterricht. Mehr zu verschiedenen Methoden finden Sie unter http://www.coerll.utexas.edu/methods/.
Man darf aber auch nicht die Nutzung von unterschiedlichen Medien im Unterricht vergessen, wie z.B. Filme, Beamer, Power Point Präsentationen, Podcasts, weil diese die Motivation der SuS steigern, aber auch den Stoff so reduzieren, dass nur das Wichtigste den SuS vermitteln werden kann: http://www.onlineuniversities.com/blog/2010/05/100-inspiring-ways-to-use-social-media-in-the-classroom/. Deswegen ist es für jede Lehrperson wichtig, genau zu unterscheiden, was die SuS wissen und / oder können müssen.
Können = Vorgehensweise kennen lernen und im Unterricht unter Anleitung bzw. Kontrolle üben können
Wissen = Zusammenhänge und Strukturen kennen, um zu Hause nachzulesen und auswendig zu lernen [iv]
Die Aufgabe dieses Blogs besteht darin, unterschiedliche IKT-Elemente bezüglich Fremdsprachenunterrichts zu untersuchen und ihre Anwendungsweise im Unterricht festzustellen.
Als erstes Beispiel der Nutzung von verschiedenen Medien im Englischunterricht wäre das folgende interessante Interview auf YouTube:
Die Lehrerin empfiehlt vor allem, dass die SuS selbst Power Point Präsentationen zu verschiedenen grammatischen Themen erstellen oder auch viele Videos im Internet schauen und dann ihr Fragen stellen.